CfA: Connecting Memories – Conflicts of History in the 20th Century in Germany and the Republic of Moldova

Eingereicht am: 01.07.2026
Eingereicht von: Svetlana Nejelscaia / nejelscaia@kontakte-kontakty.de

Ausschreibung zur Teilnahme am Austausch- und Vernetzungsprojekt „Connecting Memories – Conflicts of History in the 20th Century in Germany and the Republic of Moldova“ 2026-2027

Förderung: Auswärtiges Amt

Projektleitung: Dr. Laura Demeter

Reisezeiträume:

Berlin/Brandenburg 13.09.2026-19.09.2026
Chişinău/Umland 04.04.2027-10.04.2027
Online-Seminare und -Vorträge (August 2026-März 2027)

Im Rahmen des vom Auswärtigen Amt geförderten Projekts „Connecting Memories – Conflicts of History in the 20th Century in Germany and the Republic of Moldova“ (Projektlaufzeit Juni 2026 – Mai 2027) werden zwei Begegnungswochen in Berlin/Brandenburg (13-19. September 2026) und in Chișinău/Regionen (04-10.April 2027) und begleitende Online-Seminare vom Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. Kontakte zu Ländern des östlichen Europas, Zentralasiens und des Kaukasus (Berlin) in Kooperation mit der Association of Geography and Ethnology of Moldova („EGEA-Moldova“, Chişinău) organisiert, um den Austausch und die Vernetzung zwischen jeweils 10 Teilnehmer*innen aus Deutschland und der Republik Moldau zu ermöglichen.

Es werden die Erinnerungskulturen des 20. Jahrhunderts mit dem Schwerpunkt auf dem Zweiten Weltkrieg sowie der aktuelle Umgang mit konfliktgeladenen historischen Themen untersucht und kritisch reflektiert. Darüber hinaus sollen Methoden multiperspektivischer Geschichtsvermittlung kennengelernt sowie Erfahrungen im Umgang mit sensiblen oder kontroversen Narrativen ausgetauscht werden. Dafür werden Besuche von Gedenkstätten, Museen und weiteren Orten historischer Relevanz in Berlin, Brandenburg sowie in Chişinău und Regionen der Republik Moldau organisiert.

Der geplante Austausch richtet sich an Vertreter*innen der Zivilgesellschaft (NGOs, Vereine, Bildungseinrichtungen), Künstler*innen, Journalist*innen, sowie Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus verschiedenen Bereichen wie Geschichte, Erinnerungspolitik, Museumswissenschaft, Bildung, Stadtplanung, Denkmalpflege, Architektur- und Kunstgeschichte, Bildende Künste, Politikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Digital Humanities, Kommunikations- und Medienwissenschaften etc.

Mögliche Schwerpunkte der Projektarbeit sind:

Museen und Archive (Staatsarchive, private Sammlungen, Nachlässe etc.): umstrittene Erinnerungsressourcen der historischen Forschung, aktueller Forschungsstand sowie kritische Perspektiven; Fragen der Reorganisation und Digitalisierung von Archivbestände, Forschungsprojekte (z. B. NSDAP-Karteikarten in Deutschland)

Der Umgang mit dem Holocaust: vergleichende Fallstudien Deutschland–Republik Moldau; digitale Werkzeuge, Holocaust – Mapping, didaktisches Material

Flucht – Vertreibung – Deportation: Fokus auf die jüdischen, Roma- und deutschen Minderheiten, sowie auf religiöse und weitere Minderheitengruppen in der Republik Moldau und Deutschland

Umstrittenes Erbe/Contested Heritage: Praktiken der Erinnerungskultur, Musealisierung, und des Umgangs mit dem kulturellen Erbe totalitärer und autoritärer Regime in Deutschland und der Republik Moldau

Die Rolle der Medien, Oral History und künstlerischer Darstellung in der Vermittlung historischer Ereignisse im aktuellen Kontext: Geschichtsrevisionismus, Populismus etc.

Als Ergebnis des Projektes erarbeitet jede*r Teilnehmer*in individuell oder in Gruppen einen Beitrag zu den behandelten Themen (das Format kann variieren, z.B. ein Fachzeitschriftenbeitrag, ein Podcast, eine Ausstellung, ein Video- oder Kunstprojekt, Lehrmaterialien, ein Presseartikel, ein Workshop, eine Führung oder ein Forschungsprojektantrag etc.).

Auswahl- und Teilnahmekriterien:

Mit diesem Projekt werden alle Interessierten angesprochen, die an beiden Begegnungswochen und an den Online-Seminaren verbindlich teilnehmen möchten. Ein persönlicher, beruflicher oder ehrenamtlicher Bezug zu den im Projekt behandelten Themen wird vorausgesetzt. Wir begrüßen ausdrücklich die Bewerbung von Mitgliedern von Rom:nja-NGOs und von jüdischen Gemeinden.

Die Kosten für Reise, Unterkunft, Verpflegung und Programm während der Aufenthalte in Berlin und Chişinău werden durch den Förderer übernommen. Ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 60 Euro pro Person wird zu Beginn des Projekts einmalig erhoben.

Die Arbeitssprachen sind Deutsch und Rumänisch (Simultandolmetschen in diesen Sprachen wird ermöglicht). Für die Kommunikation sowie die Präsentation der Projektergebnisse können auch Russisch und Englisch verwendet werden.

Wir bitten um ein kurzes Motivationsschreiben und einen aktuellen Lebenslauf in deutscher, rumänischer oder englischer Sprache. Optional können Bildungsnachweise, Empfehlungsschreiben eingereicht werden.

Die Unterlagen sind in einem PDF-Dokument einzureichen und müssen Folgendes enthalten: Name des Bewerbers / der Bewerberin mit aktueller institutioneller Zugehörigkeit (falls vorhanden) und Kontaktdaten (E-Mail-Adresse und Mobiltelefonnummer).

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 10. Juli 2026 an Projektleitung:

Dr. Laura Demeter, E-Mail: demeter@kontakte-kontakty.de

Über die Auswahl wird bis zum 16. Juli 2026 informiert.

Projektveranstalter

KONTAKTE-KOНTAKTbI e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der seit 1990 den Austausch mit den Ländern Osteuropas, Zentralasiens und des Kaukasus fördert. Schwerpunkte sind internationaler Austausch, historische Aufklärung sowie Unterstützung von Opfern der NS-Zeit in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion.

Website: https://kontakte-kontakty.de

Partnerorganisation

Asociația de Geografie și Etnologie din Republica Moldova /Association of Geography and Ethnology of Moldova („EGEA-Moldova“) – ist eine zivilgesellschaftliche Organisation, die sich auf die Erforschung geografischer, ethnologischer und soziokultureller Aspekte der Republik Moldau, ihrer Bevölkerung und Diaspora sowie ethnischer und historischer Gemeinschaften konzentriert.

Leitung: Dr. Dorin Lozovanu, E-Mail: dorinlozovanu@yahoo.com

Assoziierte Partner:

Dr. Ion Duminica, Institutul Patrimoniului Cultural (Institut für Kulturelles Erbe), Leiter der Abteilung für Ethnische Minderheiten, Chișinău, Republik Moldau

Dr. Irina Șihova, Direktorin von Muzeul de Istorie a Evreilor din Republica Moldova (Jewish Museum Moldova), Chișinău, Republik Moldau

Weiterführende Informationen unter: https://kontakte-kontakty.de/cfa-connecting-memories-2026-2027/
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Rubrik: Kalender
Tagesredaktion: Alexander Horn