Bosnien und Herzegowina, Juli 1995: Rund 8000 bosnische Männer und Jungen wurden zwischen dem 11. und 19. Juli 1995 in Srebrenica ermordet – verantwortet durch den damaligen Oberbefehlshaber der bosnisch-serbischen Streitkräfte Ratko Mladić. Ein Völkermord, der bis heute als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg gilt, obwohl die Stadt zu dieser Zeit UN-Schutzzone war. Am offiziellen Gedenktag an den Genozid widmen sich 31 Jahre später der Fotograf Armin Smailovic und der Regisseur Branko Šimić mit einer musikalisch-szenischen Lesung diesen Ereignissen und erzählen sie aus drei Perspektiven: Opfer, Täter, Beobachter.
Präsentiert wird diese eindringliche Collage aus Text, dokumentarischem Material, Fotografie und Musik von dem Schauspielerduo Jens Harzer und Vernesa Berbo, musikalisch begleitet von der Musikerin Amira Berbo. Es entsteht ein konzentriertes, performatives Format der Auseinandersetzung mit Erinnerung, Verantwortung und historischer Wahrnehmung.
Text und Regie: Branko Šimić, Armin Smailovic
Bilder: Armin Smailovic
Musik: Amira Berbo
Mit: Jens Harzer, Vernesa Berbo, Amira Berbo
Wo: Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Stresemannstraße 90, 10963 Berlin
Wann: Samstag, 11. Juli 2026, ab 18 Uhr
PROGRAMM
Begrüßung
Dr. Roland Borchers, Direktor Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Musikalisch-Szenische Lesung
Gespräch mit den Künstlerinnen und Künstlern
Moderation: Dr. Kathrin Jurkat, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang ein.
EINTRITT FREI
Anmeldung: https://buchungen.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/tickets/102
Weiterführende Informationen unter: https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/veranstaltung/srebrenica