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Termin: Die Zerstörung des Hochschulsystems in Georgien. Online, 20.01.2026

Eingereicht am: 15.01.2026
Eingereicht von: Sebastian Lambertz / presse@dgo-online.org

Anmeldung unter: https://us02web.zoom.us/meeting/register/Tu_h_50FRDWz9KJnuKdscQ

Seit der Rosenrevolution 2003 hat Georgien sich mit Reformen im Bildungsbereich modernisiert und in den europäischen Bildungs- und Hochschulraum integriert. Georgien ist Teil des Bologna Prozesses, aktiver Teil des Hochschulaustausches mit der EU und insbesondere mit Deutschland. Diese Internationalisierung, verbunden mit einer Verbesserung der Qualität von Forschung und Lehre an georgischen Universitäten ist nun in Gefahr. Die georgische Regierung plant für das Jahr 2026 einen weitreichenden Umbau, der darauf abzielt das Land vom europäischen Hochschulsystem abzukoppeln, die Multidisziplinarität der Universitäten abzuschaffen und diese vollständig unter staatliche Kontrolle zu stellen.

Die geplanten Reformen könnten einen irreparablen Schaden für die georgische Hochschullandschaft bedeuten und massive Auswirkungen auf internationale Kooperationen haben. Deutschland, traditionell ein enger Partner der georgischen Hochschulen, wäre von dieser Entwicklung unmittelbar betroffen. Diese Entwicklungen stehen im Kontext eines systematischen Umbaus Georgiens hin zu einem autoritären Staat. Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik und die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde laden ein, über die geplanten Veränderungen in der georgischen Hochschulpolitik sowie die Konsequenzen für die deutsch-georgischen Kooperationen im Bildungsbereich zu diskutieren.

Einführung:
Gabriele Freitag, Geschäftsführerin, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, Berlin

Diskutant*innen:
Michael Harms: Stellvertretender Generalsekretär, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Berlin
Angelika Nußberger: Rechtswissenschaftlerin, ehemalige Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, Universität zu Köln
Giga Zedania: ehemaliger Rektor, Ilia Staatliche Universität, Tblisi

Moderation:
Stefan Meister: Leiter des Zentrums für Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland und Zentralasien, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Berlin

Veranstaltungsort

Online

Veranstalter

Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.
Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
Veröffentlicht am:
Rubrik: Kalender
Region: Georgien
Tagesredaktion: Dorijan Kaci