Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich in Estland wie auch in den anderen baltischen Staaten die Sicherheitslage verschärft. Uns interessiert, wie sich das gesellschaftliche Leben und die Stimmung in der Bevölkerung angesichts der realen Bedrohung verändert haben und wie die Menschen ihre Zukunft sehen. Herausforderungen sind dabei unter anderem eine starke Abwanderung aus dem ländlichen Raum und die Rolle der russischsprachigen Gruppe.
Traditionell sind die Esten lutherisch geprägt; heute gilt Estland jedoch als eines der am stärksten säku-larisierten Länder Europas. Bei der Volkszählung 2021 gaben knapp 60 Prozent der Bevölkerung an, keiner Religionsgemeinschaft anzugehören. Die katholische Kirche bildet eine kleine Minderheit. Was charakte-risiert Glaube und Religion in Estland? Wie steht es um die Ökumene? Wo engagieren sich die Kirchen besonders und welchen Beitrag leisten sie im sozialen Bereich und in der Bildungsarbeit?
Dazu hören wir und sprechen mit:
−
Bischof Philippe Jean-Charles Jourdan, Diözese Tallinn, Tallinn (Estland)
−
Maris Hellrand, Journalistin, Tallinn (Estland)
Moderation: Markus Nowak, Journalist, Berlin
Dienstag, 20. Oktober 2026, 18:00 – 19:15 Uhr