Datum: Donnerstag, 01. Oktober 2026
Zeit: 13:00–14:30 Uhr (Einlass ab 12:45)
Ort: Zentrum Liberale Moderne, Reinhardtstraße 15, 10117 Berlin
Geschichtspolitik ist eine zentrale Arena der politischen Auseinandersetzungen zwischen liberalen, konservativen und populistischen Kräften, auch und gerade in den Visegrád-Staaten. Die Frage, woran erinnert wird, ist eng mit Fragen nationaler Identität, traditioneller Werte aber auch europäischer Integration verbunden. Der Umgang mit historischen Konflikten beeinflusst wiederum Beziehungen zu anderen Staaten. Insofern wirkt Geschichtspolitik nicht nur auf Kultur- sondern auch auf Innen- und Außenpolitik hinein. Die Indienstnahme von Geschichte wird oft von Populisten zur Polarisierung der Gesellschaft genutzt, deutet kritische Aufarbeitung der eigenen Geschichte zum Angriff auf die nationalen Helden, Versöhnungspolitik zur Unterwürfigkeit gegenüber historischen Gegnern um. Geschichtspolitik verfügt also über ein erhebliches Disruptionspotenzial auch für an sich unverwandte Politikfelder.
Doch warum wird gerade sie zum Kampfplatz liberaler und populistischer Ideen und Identitätspolitik? Weshalb spielt die nationale Geschichte in den Visegrád-Staaten eine so große Rolle? Und: Verlaufen die Konfliktlinien zwischen liberalen, konservativen und populistischen Kräften wirklich so klar, wie oben skizziert? Darüber diskutieren wir in der zweiten Veranstaltung unserer Reihe: Liberalismus – Konservatismus – Populismus in Ostmitteleuropa.
Weiterführende Informationen unter: https://libmod.de/kalender/geschichtspolitik-visegrad-staaten/