Der 28. August ist der zentrale Gedenktag für die Deportation der Russlanddeutschen 1941. Das Datum steht für den sowjetischen Erlass zur Auflösung der Wolgarepublik und zur Zwangsumsiedlung der deutschen Bevölkerung von rund 900.000 Menschen innerhalb der Sowjetunion. Etwa 200.000 von ihnen verloren durch Deportation und Zwangsarbeit ihr Leben. Gleichzeitig symbolisiert der Tag das Kriegsfolgenschicksal der deutschen Minderheit in der sowjetischen Diktatur.
Die Gedenk- und Diskussionsveranstaltung möchte an diese Ereignisse erinnern und zugleich den Blick in die Zukunft richten: Wie können die russlanddeutschen Erfahrungen Eingang in das historische Gedächtnis der Gesamtgesellschaft finden? Und wie lassen sie sich langfristig präsent halten?
Wann?
18. September 2026, 18.30 Uhr
Wo?
Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Stresemannstraße 90
10963 Berlin
Grußworte
Dr. Roland Borchers, Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten
Dr. Dr. Gerald Volkmer, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, BKGE
Musik
Dr. Matthias Lang, Gitarre
Keynote
Prof. Dr. Irina Scherbakowa, Memorial International (Memorial erhielt 2022 den Friedensnobelpreis)
Podium
Kornelius Ens, Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte
Irene Langemann, Regisseurin und Autorin
PD Dr. Hans-Christian Petersen, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Johann Thießen, Präsidium des Bundes der Vertriebenen, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
Moderation: Katharina Heinrich, Journalistin
Abschluss
Edwin Warkentin, Kulturreferent für Russlanddeutsche
Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang ein.
EINTRITT FREI
Anmeldung: https://buchungen.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/tickets/103
Eine Veranstaltung des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte, des Kulturreferats für Russlanddeutsche und des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung.
Weiterführende Informationen unter: https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/veranstaltung/deportation-und-erinnerung-85-jahrestag-der-zwangsumsiedlung-der-russlanddeutschen