Ein Dokumentarfilm von Bianca Zylla
Samstag, 27. Juni 2026, 15:30 Uhr
Bundesplatz-Kino
Bundesplatz 14
10715 Berlin
Eintritt: 8 €
Im Dokumentarfilm DAHEIM (RO 2025, 33 min.) reist die junge Filmemacherin Bianca Zylla mit ihrer Mutter Bärbel, die in der kommunistischen Diktatur aufwuchs und 1989 nach Deutschland auswanderte, nach Siebenbürgen. Die geografischen Spuren in Rumänien aufsuchend, nimmt die Tochter die biografische Fährte der Mutter auf und versucht, das Leben von Filmprotagonistin Bärbel als Siebenbürger Sächsin, als Teil einer deutschen Minderheit in Rumänien, zu verstehen. Gemeinsam erkunden die beiden Frauen Orte, die im Leben der Mutter von Bedeutung waren, und streifen so Lebensstationen wie die Kindheit in Wolkendorf/Vulcan oder den Schauplatz der Revolution von 1989 in Kronstadt/Brașov. Dabei stehen Fragen nach Zugehörigkeit und Verbundenheit sowie die Bedeutung von Heimat und Vergangenheitsbewältigung im Fokus.
Bianca Zyllas Interesse an den Themen, die ihre Kurzdokumentation nahelegen, entwickelte sich bereits im Alter von acht Jahren, als sie begann, Videos aufzunehmen und zu schneiden. Später vermittelte ihr Studium der Ethnologie und des Audiovisuellen Publizierens an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Kenntnisse in der Produktion journalistischer Beiträge. Sie arbeitete für CampusTV Mainz und absolvierte ein Praktikum im ZDF-Nachrichtenstudio in Nairobi, Kenia, wo sie mehrere Beiträge produzierte, die landesweit im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Darüber hinaus wirkte sie an der Produktion mehrerer nicht-fiktionaler und kommerzieller Projekte mit der Produktionsfirma In The Mirror Films in Barcelona, Spanien, mit.
DAHEIM ist Bianca Zyllas Dokumentarregiedebüt: „Meine Mutter sagt immer: ‚Wir hatten ja nichts.‘ Erst jetzt verstehe ich, was das wirklich bedeutet. DAHEIM ist mein bisher persönlichstes Werk. Im Film verfolgen meine Mutter und ich gemeinsam ihren Lebensweg zurück; von ihrer Auswanderung nach Deutschland im Jahr 1989 bis hin zu ihrer Kindheit in Transsilvanien. DAHEIM ermöglichte es mir, eine neue Seite meiner Familiengeschichte zu entdecken und mit meiner Mutter in die Vergangenheit zurückzuschauen und mit ihr abzuschließen. Mehr als alles andere ist es eine Geschichte über Gemeinschaft und Familie.“
Programm:
Vortrag: Die Geschichte des Burzenlands und Kronstadts. Ein kurzer Abriss von Alfred Schadt
Filmvorführung
Publikumsgespräch mit Bianca und Bärbel Zylla sowie Alfred Schadt
Moderation: Ingeborg Szöllösi, Südosteuropa-Referentin im Deutschen Kulturforum östliches Europa
Tickets können im Vorfeld beim Bundesplatz-Kino reserviert und 20 Minuten vor der Vorstellung abgeholt werden.
Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem Bundesplatz-Kino.
Kontakt:
Dr. Ingeborg Szöllösi
szoelloesi@kulturforum.info
Tel. +49 (0)331 20098-11
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