Am Museum Berlin-Karlshorst ist zum 1. April 2026 eine Stelle als wissenschaftliche:r Volontär:in in Vollzeit (39 Stunden/Woche) zu besetzen. Das Volontariat ist auf zwei Jahre befristet. Dienstort ist Berlin-Karlshorst.
Die monatliche Vergütung beträgt 50 % des Entgelts der Entgeltgruppe EG 13 TVöD-Bund, sie erfolgt im ersten Ausbildungsjahr nach Leistungsstufe 1, im zweiten Ausbildungsjahr nach Leistungsstufe 2.
Das Museum Berlin-Karlshorst befindet sich am historischen Ort der Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945. Es zeigt eine multiperspektivisch angelegte Dauerausstellung zum deutsch-sowjetischen Krieg 1941–1945 und wird formal von einem deutsch-russisch-belarusisch-ukrainischen Verein getragen.
Das wissenschaftliche Volontariat richtet sich an Absolvent:innen eines einschlägigen Fachstudiums und dient dem Berufseinstieg in das Museums- und Ausstellungswesen. Es vermittelt umfassende praktische Erfahrungen in den zentralen Arbeitsfeldern eines zeitgeschichtlichen Museums.
Ein Schwerpunkt des Volontariats liegt in der Betreuung der Dauerausstellung. Deren Konzeption aus dem Jahr 2010 (Eröffnung 2013) steht vor dem Hintergrund aktueller geschichtspolitischer Debatten und Deutungskämpfe um die Geschichte des 20. Jahrhunderts in Europa zunehmend zur Diskussion. Das Museum reagiert darauf unter anderem mit der Vortragsreihe „Geschichte im Konflikt“, deren organisatorische und inhaltliche Betreuung zum Aufgabenbereich gehört.
Darüber hinaus ist die Mitarbeit an der inhaltlichen Gestaltung zentraler museumsspezifischer Gedenk- und Jahrestage, darunter 8. Mai, 22. Juni, 27. Januar vorgesehen. Der:die Volontär:in wird aktiv in die Bildungsarbeit, die Sammlungstätigkeit sowie – in begrenztem Umfang – in die Öffentlichkeitsarbeit des Museums eingebunden.
Abhängig von der Haushaltslage des Museums soll der:die Volontär:in gegen Ende der Ausbildung eine kleinere Sonderausstellung eigenständig kuratieren.
Ihre Aufgaben
• Betreuung der Dauerausstellung vor dem Hintergrund gegenwärtiger Publikumserwartungen
• Durchführung von Besucherbefragungen sowie Evaluation veränderter nationaler Perspektiven in der Geschichtsschreibung zum 20. Jahrhundert
• Mitarbeit bei der Planung und Umsetzung der Veranstaltungsreihe „Geschichte im Konflikt“
• Mitarbeit bei Veranstaltungen des Museums (u. a. 8. Mai, Tag des offenen Denkmals, Abendvorträge, Kolloquien)
• Planung und Durchführung eines eigenen Ausstellungsprojekts im zweiten Ausbildungsjahr (vorbehaltlich der Finanzierung)
Ihr Profil
• erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (M.A.) bevorzugt in den Geschichtswissenschaften, aber auch in einer verwandten geistes- oder kulturwissenschaftlichen Disziplin möglich
• vertiefte Kenntnisse zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs sowie zur nationalsozialistischen Diktatur und zur deutschen Besatzungspolitik in Europa
• sehr gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit in deutscher Sprache
• gute Englischkenntnisse
• gute, mindestens passive Russischkenntnisse (Leseverständnis)
Wir setzen voraus
• Fähigkeit zu selbstständigem, sorgfältigem und zielorientiertem Arbeiten
• gutes Zeitmanagement sowie die Fähigkeit, Fristen einzuhalten
• Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und ausgeprägte Kommunikationskompetenz
• Bereitschaft zu Dienstzeiten am Abend sowie an Wochenenden im Rahmen von Veranstaltungen
• sicherer Umgang mit digitalen Arbeitsgeräten (Computer, Kameras u. a.)
Wünschenswert sind
• Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der Museums- und Ausstellungsarbeit (z. B. durch Praktika oder Werkverträge)
• Erfahrungen im Umgang mit Archivalien sowie in der wissenschaftlichen Recherche
• praktische Erfahrungen in der Organisation von Veranstaltungen
Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Frauen nach dem Bundesgleichstellungsgesetz sowie schwerbehinderte Menschen nach Maßgabe des Sozialgesetzbuches IX besonders berücksichtigt. Es gilt das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG).
Aussagekräftige Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden ausschließlich in elektronischer Form (eine PDF-Datei, max. 8 MB) bis zum 1. März 2026 (Eingang im Museum) erbeten an:
Museum Berlin-Karlshorst
Direktor Dr. Jörg Morré
E-Mail: morre@museum-karlshorst.de
Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich in der 12. Kalenderwoche 2026 statt. Hierzu erfolgt eine gesonderte Einladung. Bewerbungsunterlagen werden drei Monate nach Abschluss des Verfahrens gemäß den Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes vernichtet.
Bewerbungsfrist: 1.3.2026