Publ.: Religion und Gesellschaft in Ost und West 1/2026: Gewichtsverlagerung. Polen – Tschechien

Eingereicht am: 28.01.2026
Eingereicht von: Stefan Kube / redaktion@rgow.eu

Liebe JOEs,

Die Januar-Ausgabe der Zeitschrift „Religion und Gesellschaft in Ost und West“ (RGOW) widmet sich Polen und Tschechien. Die jüngsten Wahlen in beiden Ländern haben zu Gewichtsverlagerungen in den politischen Landschaften geführt. Der Ausgang beider Wahlen weckt Befürchtungen vor einer Blockade bzw. eines Umbaus des politischen Systems und einer außenpolitischen Neuorientierung beider Länder, insbesondere in Bezug auf die Ukraine. In welche Richtung sich die politischen Gewichte verlagern, ist jedoch keineswegs entschieden: Einerseits waren die Wahlkämpfe in beiden Ländern stark polarisiert, andererseits gingen sie mit rekordhohen Wahlbeteiligungen einher, was das bleibende Interesse der Bürgerinnen und Bürger an politischen Fragen widerspiegelt.
In den religiösen Landschaften Polens und Tschechiens zeigt sich ein starker Vertrauensverlust gegenüber den traditionellen Kirchen auf unterschiedliche Weise. Die neue Medienstrategie der Polnischen Bischofskonferenz führt eher zu einer Schwächung bislang unabhängiger katholischer Medien – und damit auch des Vertrauens in die katholische Kirche. Tschechien hat sich demgegenüber als tolerantes „postsäkulares Laboratorium“ der Enttraditionalisierung von Religiosität entwickelt.

Abstracts aller Texte, zwei Beiträge im Volltext und Hinweise zur Bestellung unter:
https://rgow.eu/zeitschrift/2026/1

INHALT
Magdalena Solska
Drohender Stillstand. Machtkampf zwischen Präsident und Regierung in Polen

Justyna Zając
Turbulente Zeiten. Polens Sicherheitspolitik vor großen Herausforderungen

Anna Buchner
Gesichter der Radikalisierung in Polen. Einstellungen, Emotionen, Typen

Georgiy Kasianov
Neue Annäherung. Der polnisch-ukrainische Streit um das Wolhynien-Massaker

Rafał Leśniczak
Politisierung und zunehmende Kontrolle. Katholische Medien in Polen

Christian Zehnder
Marcin Świetlicki und die polnische Poesie der Transformationszeit

Marek Pršín
Machtwechsel in Tschechien. Illiberale Mehrheit in einem System mit vielen Vetospielern

Tomáš Bubík, David Václavík
Postsäkulares Laboratorium. Tschechiens vielfältige religiöse Landschaft

Zdeněk R. Nešpor
Zerbröckelnder Fels: Die Tschechoslowakische (Hussitische) Kirche

Jonathan Owen
Verschwörung gegen die Dummheit. Die tschechoslowakische Neue Welle

Weiterführende Informationen unter: https://rgow.eu/zeitschrift/2026/1
Veröffentlicht am:
Rubrik: Hinweise
Tagesredaktion: Alexander Horn