Termin: Gedenkveranstaltung anlässlich des 85. Jahrestages der Deportation der Russlanddeutschen. Berlin, 23.06.2026

Eingereicht am: 02.06.2026
Eingereicht von: Vitalij Brodhauer / vitalij.brodhauer@kulturstiftung.org

Dienstag, 23. Juni 2026 | 16:00 Uhr
Konferenzraum des DDR Museums
St. Wolfgang-Straße 2–4, 10178 Berlin
Der Eintritt ist frei.

Im Jahr 2026 jährt sich die Deportation der Russlanddeutschen in der Sowjetunion zum 85. Mal. Der Deportationsbefehl Stalins vom 28. August 1941 markierte den Beginn eines kollektiven Verbrechens: Hunderttausende Menschen deutscher Herkunft wurden entrechtet, verschleppt, in Arbeitslager verbracht und über Jahrzehnte hinweg diskriminiert. Diese Erfahrung prägt bis heute das historische Bewusstsein und die Familienbiografien vieler russlanddeutscher Spätaussiedler in Deutschland – darunter rund 130.000 in der Stadt Berlin.

85 Jahre nach der Deportation von 800.000 Deutschen aus den westlichen Gebieten der UdSSR steht das Gedenken auch im Zeichen eines neuen Krieges, den der Nachfolgestaat der damals angegriffenen Sowjetunion seit Februar 2022 gegen die ukrainische Nation führt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtiger denn je, immer wieder an die ganze Geschichte des Zweiten Weltkrieges zu erinnern: vom Hitler-Stalin-Pakt 1939 und der fast zweijährigen Kooperation beider Diktaturen über den deutschen Angriff vom 22. Juni 1941 bis zur brutalen Ausstoßung ganzer Nationalitäten aus der Familie der Sowjetvölker.

Die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen für Wissenschaft und Forschung lädt in Zusammenarbeit mit der Landesgruppe Berlin der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland herzlich zur Gedenkveranstaltung anlässlich des 85. Jahrestages der Deportation der Russlanddeutschen mit anschließender öffentlicher Abendveranstaltung ein.

Programm

Uhrzeit
16:00 – 16:15 Grußworte
Reinfried Vogler, Ehrenvorsitzender der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen für Wissenschaft und Forschung
Walter Gauks, Berliner Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene
16:15 – 16:45 Vortrag I
Zwischen NS-Lebensraumideologie und sowjetrussischem Imperialismus: Die Auftaktphase des Zweiten Weltkrieges – vom Hitler-Stalin-Pakt 1939 bis zum „Unternehmen Barbarossa“ 1941
Prof. Dr. Manfred Kittel, Wissenschaftlicher Leiter der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen für Wissenschaft und Forschung, Berlin
16:45 – 17:15 Vortrag II
Ursachen, Anlässe und Verlauf der Deportation der Wolgadeutschen
Dr. Viktor Krieger, Bayerisches Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR), Nürnberg
17:15 – 17:45 Vortrag III
Das Schicksal der Russland-, Ukraine- und Kaukasiendeutschen in den Deportationsgebieten Mittelasiens und Sibiriens bis 1991
Prof. Dr. Olga Litzenberger, Bayerisches Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR), Nürnberg
17:45 – 18:15 Pause
18:15 – 18:30 Grußwort
Stephan Mayer, MdB, Präsident des Bundes der Vertriebenen (BdV), stellv. Vorsitzender des Kuratoriums der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
18:30 – 19:30 Zeitzeugengespräche und Diskussion
„Der Zweite Weltkrieg und die Russlanddeutschen in unserer Erinnerungskultur“
Walter Gauks: Stalin und die Deportation der Russlanddeutschen im Familiengedächtnis ihrer Berliner Nachfahren
Prof. Dr. Horst Möller, ehem. Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München, dt. Co-Vorsitzender der deutsch-russischen Historikerkommission: Der Zweite Weltkrieg in der deutschen und russischen Erinnerungskultur heute
Moderation: Prof. Dr. Manfred Kittel und Matthias Lempart
Anschließend: Fragen an Zeitzeugen und Referenten
ab 19:30 Empfang
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten an: veranstaltungen@kulturstiftung.org

Gefördert vom Land Berlin durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.

Weiterführende Informationen unter: https://kulturstiftung.org/veranstaltungen/gedenkveranstaltung-anlaesslich-des-85-jahrestages-der-deportation-der-russlanddeutschen
Veröffentlicht am:
Rubrik: Kalender
Tagesredaktion: Nicole Pörschmann