Termin: DGO-Jahrestagung: Autoritarismus und Gewalt im östlichen Europa, Dresden, 26./26.03.

Eingereicht am: 08.03.2026
Eingereicht von: Sebastian Lambertz / presse@dgo-online.org

Autokratien sind weltweit auf dem Vormarsch. Im Vergleich zu Demokratien dominieren sie inzwischen als politische Systeme. Das östliche Europa bildet dabei keine Ausnahme. Neben den zentralasiatischen Staaten wird auch Russland nicht erst seit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine autoritär geführt. In Ungarn baut Viktor Orbán Demokratie und Rechtsstaat systematisch ab. Und auch in der Slowakei geht die Regierung unter Robert Fico gegen unabhängige Medien und zivilgesellschaftliche Organisationen vor. Unter dem Titel Autoritarismus und Gewalt im östlichen Europa greift die DGO-Jahrestagung 2026 diese Entwicklung auf und nimmt unterschiedliche Formen autoritärer Regime in den Blick. Dabei geht es um deren Funktionsweisen, um spezifische Gewaltkulturen, aber auch um die Attraktivität autoritärer Herrschaft.

Um Anmeldung wird gebeten unter: https://dgo-online.org/kalender/berlin/2026/autoritarismus-und-gewalt-im-oestlichen-europa/

Programm

Donnerstag, 26. März 2026

18 Uhr: Eröffnung

Preisverleihungen: Klaus Mehnert Preis , Karin Wolff Preis

18:45 Uhr: Leben im Autoritarismus
Vortrag
Sergei Lebedew (Schriftsteller, Potsdam)

19:15 Uhr:
Sergei Lebedew im Gespräch mit
Ines Geipel (Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin)

20:00 Uhr: Empfang

Freitag, 27. März 2026

09:00 Uhr: Zur Attraktivität autoritärer Herrschaft
Vortrag
Timm Beichelt (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder))

09:30 Uhr
Podiumsdiskussion
Timm Beichelt
Irina Busygina (Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, Berlin)
Krisztián Ungváry (Historiker, Budapest)

11:00 Uhr: Kaffeepause

11:30 Uhr: Parallele Panels

Autokratische Macht und gesellschaftliche Ziele: Wissenschaft und Kunst
Michal Hvorecký (Schriftsteller, Bratislava)
Ksenia Luchenko (Journalistin, Berlin)
Tamar Qeburia (Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg)

Sprache und politische Gewalt. Kriegsrhetorik und Sagbarkeitsverschiebungen
Riccardo Nicolosi (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Ewelina Woźniak-Wrzesińska(Herder-Institut Marburg)

Die Umdeutung der Geschichte: Geschichtspolitik in Autokratien
Uwe Backes (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden)
Éva Kovács (Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien)
Piotr Majewski (Universität Warschau)

Wie Demokratien enden: Der Übergang von Demokratie zu Autokratie
Grigorij Mesežnikov (Institute for Public Affairs, Bratislava)
Julia Simon (Institut für Europastudien, Bremen)

13:00 Uhr: Mittagspause

14:30 Uhr: Autoritarismus im Film
Kommentierte Filmausschnitte
Claudia Böttcher (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden)

15:30 Uhr: Kaffeepause

16:00 Uhr: Außenpolitik unter autoritären Bedingungen
Podiumsdiskussion
Johannes Gerschewski (Wissenschaftszentrum Berlin)
Kadri Liik (Sicherheitsexpertin, Tallinn)

17:30: Ende der Konferenz

Weiterführende Informationen unter: https://dgo-online.org/kalender/berlin/2026/autoritarismus-und-gewalt-im-oestlichen-europa/
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Rubrik: Kalender
Tagesredaktion: Nada Arbesmeier