Termin: Der angemessene Umgang mit den Toten – eine Frage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit!, online, 15.04.2026

Eingereicht am: 19.03.2026
Eingereicht von: Heike Faehndrich / hf@renovabis.de

Zur Bedeutung des Themas
Ein angemessener Umgang mit den Toten ist untrennbar mit der Achtung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit verbunden. Religiöse Gemeinschaften bieten Räume der Trauer und des Gedenkens, gestalten Rituale wie Bestattungen und Gedenkfeiern und zeigen Deutungsmuster auf, die helfen, Tod und Verlust zu verstehen und damit umzugehen.

Diese zentralen Aspekte religiösen Lebens werden jedoch weltweit in verschiedenen Kontexten eingeschränkt oder sogar gezielt verletzt: Auf Grund von Hass auf religiöse Minderheiten sowie im Kontext von Krieg und autoritärer Herrschaft werden Gräber und Friedhöfe immer wieder geschändet oder zerstört. Tote werden verschwunden gelassen und misshandelt. Gleichzeitig wird Bestattungsgesetzgebung häufig so ausgestaltet, dass es religiösen Minderheiten nicht möglich ist, Bestattungsrituale nach ihren religiösen Vorstellungen durchzuführen. Im Kontext von Flucht und Migration fehlt oft noch das Bewusstsein für die Bedeutung eines religionssensiblen Umgangs mit den Toten.

Ziele der Konferenz
Die Online-Konferenz bietet einen systematischen Überblick über Herausforderungen und Verletzungen der Religions- und Glaubensfreiheit im Zusammenhang mit Tod und der Würdigung der Verstorbenen – anhand konkreter Beispiele aus unterschiedlichen Ländern (Iran, Aserbaidschan, Sri Lanka, Italien und Deutschland). Im Mittelpunkt steht die Frage, welche weitreichenden Folgen diese Herausforderungen und Verletzungen für trauernde Angehörige, betroffene Gemeinschaften und die Gesellschaft als Ganze haben.

Im Anschluss werden praxisorientierte Lösungsansätze diskutiert: Wie können Politik, zivilgesellschaftliche Akteure, Religionsgemeinschaften und internationale Organisationen gemeinsam dazu beitragen, dieses grundlegende Menschenrecht wirksam zu schützen?

Mitwirkende und Referentinnen/Referenten
An der Konferenz wirken international ausgewiesene Expertinnen und Experten sowie politische Entscheidungsträgerinnen und -träger mit (unter anderen):

Prof. Dr. Nazila Ghanea, UN-Sonderberichterstatterin für Religions- und Weltanschauungsfreiheit
Thomas Rachel MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit
Lamya Kaddor MdB, Religionsbeauftragte der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen
Prof. Dr. Michelle Becka, Deutsche Kommission Justitia et Pax
Weitere Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter betroffener Gemeinschaften und zivilgesellschaftlicher Organisationen

Eine Veranstaltung in Kooperation von missio Aachen, Justitia et Pax und Renovabis.

Weiterführende Informationen unter: https://www.renovabis.de/termine/online-konferenz-der-umgang-mit-den-toten-eine-frage-der-religions-und-weltanschauungsfreiheit-und-der-menschenwuerde/
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Rubrik: Kalender
Tagesredaktion: Tim Wenzel