Samstag, 7. März 2025, 17 Uhr
Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin
Auf den Spuren der Gedichte von Johannes Bobrowski drehte Volker Koepp 1972 seinen ersten Film im historischen Landschaftsraum östlich der Weichsel zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, der in der Spätantike »Sarmatien« genannt wurde. Eine Welt, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum sowjetischen Imperium gehörte. Später entstand in dieser Gegend mit Kalte Heimat (1994), Herr Zwilling und Frau Zuckermann (1998) oder In Sarmatien (2013) ein ganzer Zyklus von Filmen des Regisseurs. Es ging um Begegnungen mit Menschen, ihrem Alltag, ihren von politischen Umbrüchen geprägten Biografien, um nationalsozialistischen Terror, die Ermordung der Juden, stalinistische Verfolgung und neue Hoffnungen auf gesellschaftliche Veränderungen.
„Chronos – Fluss der Zeit“ ist eine filmische Montage, in der sich Vergangenheit und Gegenwart fragmentarisch verbinden. Ein Wiedersehen mit Menschen aus früheren Filmen in der Zerrissenheit der Jahre 2020 bis 2025 – schließlich geprägt von der epochalen Zeitenwende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, deren Auswirkungen wir in der unmittelbaren Gegenwart erleben.
Regie: Volker Koepp, Kamera: Uwe Mann, Christian Lehmann, Thomas Plenert u.a., Montage: Christoph Krüger, 198 Min., D 2026, mehrsprachige OF mit dt. UT
Zu Gast: Volker Koepp, das Team sowie Protagonistinnen und Protagonisten
Der Eintritt kostet 7,50 €/ermäßigt 5 €. Karten gibt es hier (https://adk.de/programm/veranstaltungskalender/2026/03/volker-koepp-chronos/541872?page=3) und an der Abendkasse.
Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen der Akademie der Künste und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa im Rahmen seines Jahresthemas 2026: Galizien und Bukowina statt.
Weiterführende Informationen unter: https://kulturforum.info/de/termine/veranstaltungen/1024758-chronos-fluss-der-zeit