Liebe JOEs,
Die Februar-Ausgabe der Zeitschrift „Religion & Gesellschaft in Ost und West“ (RGOW) widmet sich Zentralasien. Der C5+1 Gipfel der fünf zentralasiatischen Staatschefs mit US-Präsident Donald Trump im November 2025 in Washington hat die Region wieder ins internationale Rampenlicht gerückt. Der wirtschaftliche Hegemon in der Region ist jedoch China, für das Zentralasien das „Tor nach Europa“ darstellt. Aufgrund historisch enger Beziehungen sind die zentralasiatischen Länder für Russland zur Umgehung von westlichen Wirtschaftssanktionen attraktiv. Auch die EU versucht, die Region als strategischen Partner enger an sich zu binden.
Zentralasien nimmt so in mehrfacher Hinsicht eine Brückenfunktion in einer polarisierten Welt ein, wobei die Region keineswegs nur ein passiver Schauplatz für den Wettbewerb der Großmächte ist. Vielmehr loten die fünf zentralasiatischen Länder ihre internationalen Handlungsmöglichkeiten aus, wozu eine neue regionale Zusammenarbeit beiträgt, erleichtert durch die Angleichung der politischen Systeme: In allen Ländern haben sich personenbezogene autokratische Regime etabliert.
Abstracts aller Texte, zwei Beiträge im Volltext und Hinweise zur Bestellung unter: https://rgow.eu/zeitschrift/2026/1
INHALT
Temur Umarov
Konsolidierung und Kooperation. Die neue Normalität in Zentralasien
Katja Mielke
Regionale Ordnung im Wandel? Zentralasien und Afghanistan seit 2021
Mahabat Sadyrbek
Symptom eines Systemwandels: Parlamentswahlen in Kirgistan
Anja Mihr
Stark verschlechtert. Menschenrechte in Zentralasien
Kirill Buketov
Von der Front ins Gefängnis: Zentralasiatische Soldaten in der russischen Armee
Nurul Rakhimbekov
Sanktionsumgehung. Zentralasien als neuer Standort russischer Unternehmen
Diana T. Kudaibergenova
Gegen die Macht: Protestkunst in Zentralasien
Hanna Valynets, Tanya Hendzel
Tauschgeschäft. Politische Gefangene und belarusischer Kali-Export