25. März 2026, 19:00 – 21:00 Uhr
Das Ende von Orbán?
Einblicke von links auf Ungarn vor den Wahlen
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Eva-Mamlok-Bibliothek
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin
Am 12. April wählt Ungarn. Bei der Wahl könnte es erstmals seit 16 Jahren eine Mehrheit jenseits von Viktor Orbán für die Oppositionspartei TISZA und ihren Anführer Péter Magyar geben. Damit könnte der weitere autoritäre Umbau der ungarischen Institutionen gestoppt werden. Aber wäre eine neue Mehrheit auch in der Lage, die von Fidesz geschaffen Strukturen zu redemokratisieren?
Ein Regierungswechsel hätte Auswirkungen auf die Politik der Europäischen Union, in der Ungarn oftmals Vorhaben blockierte. Aber wäre es auch das Ende der neuen rechten Allianzen in Europa und mit der MAGA-Bewegung?
Bereits seit Jahren hat die ungarische Wirtschaft einen semiperipheren Status und ist in die europäischen Lieferketten als Zulieferland mit niedrigen Löhnen und Sozialstandards integriert. Unter anderem deutsche Autokonzerne profitieren also von der Politik Orbáns. Ein Wandel wäre bei einem Wahlsieg von TISZA vermutlich nicht zu erwarten, sondern eine Fortsetzung dieser neoliberalen Wirtschaftspolitik. Wie könnten stattdessen linke Ideen für ein sozial gerechtes Ungarn und eine faire europäische Wirtschaftsintegration aussehen?
Diese Fragen wollen wir diskutieren mit:
Lili Vankó, linke Aktivistin aus Ungarn und Doktorandin am Institut für Soziologie und Sozialanthropologie an der CEU
Janina Böttger, europapolitische Sprecherin und Berichterstatterin der Linksfraktion für Ungarn im EU-Ausschuss des Bundestages
Moderation: Fabian Wisotzky, Referent für Osteuropa, Rosa-Luxemburg-Stiftung