Stellen Sie sich vor, Ihre tägliche Arbeit macht Sie in den Augen eines Staates zum Extremisten. Genau das ist der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) widerfahren, die als erste deutsche Institution vom russischen Regime mit diesem folgenschweren Stempel markiert wurde, wie vielen anderen russischen Organisationen davor schon. Was passiert, wenn der Zugang zu Archiven und Forschungsgebieten plötzlich durch eiserne Vorhänge und Cyberangriffe ersetzt wird?
In dieser Auftaktfolge für das Jahr 2026 tauchen wir in eine Welt ein, in der Wissenschaftsfreiheit unter massivem Druck steht – von den Gerichtssälen Moskaus bis hin zu den Universitäten in Georgien, wo die Freiheit in rasantem Tempo schwindet. Wir beleuchten, wie Forschende trotz transnationaler Repression und der Gefahr, im „Fadenkreuz“ des Kremls zu landen, Wege finden, die Wahrheit über Osteuropa ans Licht zu bringen. Warum führt gerade die Einstufung als „extremistisch“ zu einem überraschenden Anstieg des Interesses bei jungen Wissenschaftlern?
Und wie gefährlich ist die neue Allianz aus autokratischer Herrschaft und chinesischer Überwachungstechnologie? Und wir diskutieren zudem das Paradoxon der deutschen Politik: Während die sicherheitspolitische Bedeutung von Osteuropa-Expertise wächst, droht durch Kürzungen an Universitäten eine ganze Generation an Wissen verloren zu gehen. OSTERWEITERUNG, diese Mal mit Gabriele Freitag und Michael Rochlitz von der DGO.
Weiterführende Informationen unter: https://dgo-online.org/publikationen/osterweiterung-der-dgo-podcast/