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Termin: Who‘d have thought that snow falls,Berlin,19.07.

Eingereicht am: 26.06.2024
Eingereicht von: Matthias Schönijahn / mail@matthias-schoenijahn.info

Im Zentrum des Abends stehen die Stimme als generationsübergreifendes Zeugnis menschlicher Erfahrungen sowie die transformative Kraft des gemeinsamen Singens.

Wie Fenster hängen drei große Leinwände im Raum der Sankt Elisabethkirche – auf ihnen sind Videos von Sängerinnen und Landschaften der ukrainischen Region Luhansk zu sehen. Berliner und ukrainische Sängerinnen (Komposition Chor Paulina Kühling) treten mit den Videos in Beziehung und versuchen, die unüberwindbare Distanz zu den seit 2022 russisch besetzten Dörfern gesanglich zu überbrücken.

Gemeinsam mit der Mehrkanal-Klangkomposition (Martyna Poznańska) von Fieldrecordings aus Luhansk und der Videokomposition (Matthias Schönijahn) erschaffen sie einen immersiven Raum. Die Gäste sind eingeladen, sich von den eindringlichen, vom Leben gezeichneten Stimmen und ihrer vitalen Kraft berühren zu lassen.

Hintergrund
Im April – Mai 2021 reisten der Künstler und Regisseur Matthias Schönijahn und ein deutsch- polnisch-ukrainisches Team (Vlada Rusina, Tereza Yakovyna, Valera Zherih, Paulina Miu Kühling, Johannes van Bebber) in den Norden der ostukrainischen Region Luhansk. Im achten Jahr des Krieges und unter den Vorzeichen einer bevorstehenden Invasion Russlands, das bereits Truppen entlang der Ostgrenze zusammengezogen hatte, traf sich das Team mit Gesangskollektiven.
Gemeinsam machten sie Video-, Gesangs- und Fieldrecordings, die zur Grundlage der Installation “Who’d have thought that snow falls” wurden. Unter der Leitung von Paulina Miu Kühling wurde ein Projektchor aus Amateursängern gegründet, die ihre Stimmen mit der Technik des “offenen” Singens erkundeten und Lieder aus Luhansk einstudierten. Die in Berlin lebende Klangkünstlerin Martyna Poznańska entwickelte auf der Grundlage von Feldaufnahmen, die während der Reise gemacht wurden, mehrere Ambient-Kompositionen, die die Gesänge und die Videos miteinander verbinden. Im zweiten Jahr der russischen Großoffensive singen nun ukrainische und Berliner Sänger:innen gemeinsam und lernen die nun verbotenen Lieder, der unter Okkupation stehenden Gemeinschaften.

Veranstaltungsort

Sankt Elisbabethkirche
Invalidenstraße 4A
Berlin, 10115 Deutschland
Webseite:
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Veranstalter

Matthias Schönijahn
Webseite:
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Veröffentlicht am:
Rubrik: Kalender
Tagesredaktion: Nada Arbesmeier