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Termin: Bedeutung u. Herausforderung f. d. antisemitismuskritische Bildungsarbeit in der Gegenwart des Krieges, Berlin 07.12.2022

Eingereicht am: 23.11.2022
Eingereicht von: Maria Kireenko / m.kireenko@minor-kontor.de

Abendveranstaltung / 7. Dezember 2022 / 18:00-21:00 Uhr / Jüdische Gemeinde zu Berlin, Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin

Geschichte = Politik = Propaganda?!
Bedeutung und Herausforderung für die antisemitismuskritische Bildungsarbeit in der Gegenwart des Krieges

“It might seem somewhat irrelevant to debate history during an extreme crisis, while the Russian military is bombing Ukrainian cities. But narratives matter. Putin understands this, and we should too.” Francine Hirsch (2022): Putin’s Memory Laws Set the Stage for His War in Ukraine.

Die Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg hat in Russland systemstabilisierende und identitätsstiftende Funktionen. Der militärische Ruhm und die Größe und Stärke der eigenen Nation stehen im Mittelpunkt der Erinnerungskultur. Die geschichtspolitische Rhetorik des Kremls hat diese Erzählungen über Jahrzehnt aufgebaut, nun werden sie als Propagandamittel zur Legitimation des Krieges gegen die Ukraine eigesetzt. Dabei kommen auch antisemitische Narrative des Regimes als Kontinuität der Relativierung der Shoah zur Geltung.
Einschlägige Bilder und Darstellungen, wie beispielweise, dass das russische Volk von einem Genozid bedroht sei und die Ukraine von Nazis regiert werde, bestimmen russische Medien und Soziale Netzwerke. Sie wirken auch nach Deutschland hinein und stiften Hassverbrechen an.
Wir werfen einen genaueren Blick auf die russische Erinnerungskultur und ihre Bedeutung für den russischen Aggressionskrieg gegen die Ukraine, analysieren die Rhetorik des Kremls und deren Rezeption in den deutschen Medien. Gemeinsam wagen wir einen Ausblick auf die Zukunft antisemitismuskritischer Bildungsarbeit.
Am Ende des Abends laden wir Gäste zu einem gemütlichen Umtrunk ein.

Programm:

18:00 Eröffnung
18:05-18.15 Grußwort von Sigmount Königsberg
18:15-18:45 Keynote Dr. Katja Makhotina: Die Shoah in geschichtspolitischen Narrativen Russlands
18:45-19:05 Input Anton Livshits (Amadeu-Antonio-Stiftun): Russische Propaganda und Desinformation in den Medien
19:05-19:15 Pause
19:15-20:00 Impulse für die antisemitismuskritische Bildungsarbeit:
Podiumsdiskussion mit Marina Chernivsky (Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment) und Elena Pavda (Sara Nussbaum Zentrum)
Moderation: Tanja Lenuweit (Projektleitung)
20:00-21:00 gemeinsamer Umtrunk

Die Veranstaltung findet im Großen Saal der Jüdischen Gemeinde zu Berlin statt (Oranienburgerstr. 28-30, 10117 Berlin). Beginn ist um 18 Uhr. Bitte plant genügend Zeit für die Sicherheitskontrolle ein.

Um die Anmeldung bis 4.12 wird gebeten unter:
https://minor-kontor.de/geschichte-politik-propaganda/

Link zum Facebook Event:
https://fb.me/e/1JcW6KM8x

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Der Gang der Geschichte(n). Narrative über Jüdinnen und Juden, Judentum, die Shoah und Israel“ statt.

Details

Zeit:
07.12.2022 @ 18:00 - 21:00
Webseite:
https://minor-kontor.de/geschichte-politik-propaganda/

Veranstaltungsort

Berlin
Ahlbecker Str. 3
Berlin, 10437 Deutschland

Veranstalter

Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung gGmbH
Webseite:
Veranstalter-Website anzeigen
Veröffentlicht am:
Rubrik: Kalender
Region: Deutschland, Russland, Ukraine
Tagesredaktion: Katharina Meyer